EUR – GBP | Euro Pfund Umrechner

Das Britische Pfund, auch Pfund Sterling genannt, ist die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Mit ungefähr 1.200 Jahren ist das Pfund die älteste Währung, die noch heutzutage genutzt wird.

Unterteilung: 1 britisches Pfund wird in 100 Pence unterteilt.

Der Währungsrechner wird Ihnen von Investing.com Deutsch zur Verfügung gestellt.

Das Britische Pfund

Das Britische Pfund, offiziell Pfund Sterling genannt, ist die Währung des Vereinigten Königreiches und der Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie der Isle of Man. Auch in den britischen Überseegebieten South Georgia and South Sandwich Islands, dem British Antarctic Territory und Tristan da Cunha ist das Pfund offizielle Währung. Ein Pfund zählt 100 Pence. Es ist im internationalen ISO-Standard mit GBP (für Great British Pound) abgekürzt oder wird mit dem Symbol £ versehen.

Der erste angelsächsische König führte das Britische Pfund bereits im 8. Jahrhundert ein. Aus einer Einheit zum Wiegen von Silber und dem Zählen von Münzen entwickelte sich die Währung von Großbritannien. Sie ist über 12 Jahrhunderte im Gebrauch und somit das älteste, noch verwendete amtliche Zahlungsmittel der Welt. Nach dem US-amerikanischen Dollar und dem Euro ist das Pfund die meistgehandelte Devise im heutigen Geldmarkt.

Der Euro

Im Gegensatz zum Pfund ist der Euro eine erst seit kurzer Zeit existierende Währung. Abgekürzt mit EUR (mit dem Symbol €) besteht er aus 100 Cent. Im Vertrag von Maastricht vereinbarten die Länder der Europäischen Union die Schaffung einer Währungsunion. Als bezeichnenden Namen wählten sie „Euro“. 1999 wurde er in allen Mitgliedsstaaten der Eurozone eingeführt. Jedoch erst am 1. Januar 2002 erhielten die Europäer Bargeld in Euro. Inzwischen ist er die offizielle Währung in 19 von 28 EU-Staaten. Nur Tschechien, Dänemark, Schweden, Polen, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Ungarn behalten Krone, Zloty, Lew, Kuna, Leu und Forint. Großbritannien, das inzwischen den Austritt aus der EU vollzieht, hat den Euro ebenfalls nicht eingeführt.

Die Entwicklung des Wechselkurses EUR/GBP

In den letzten Jahren hat das Britische Pfund gegenüber dem Euro kontinuierlich an Wert verloren. Im Juli 2015 notierte das GBP mit einem Höchststand von 1,44 €. Im August 2017 erreicht es seinen tiefsten Stand gegenüber dem Euro seit 2009 und notiert unter 1,10 . Eine Erholung setzt nicht ein. Im Januar 2018 schwankt sein Kurs zwischen 1,10 und 1,15.

Auslöser des Absturzes gegenüber dem Euro ist die Entscheidung der Briten, aus der der Europäischen Union auszutreten. In einem Referendum stimmen am 23. Juni 2016 51,89 % der wahlberechtigten Bürger im Vereinigten Königreichs für den Austritt, dem sogenannten „Brexit“. Diesen leiten die Briten am 29. März 2017 durch die offizielle Mitteilung gemäß Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union rechtlich wirksam ein. Das Austrittsdatum aus der EU ist der 29. März 2019.

Das Britische Pfund nach dem Brexit

Die wirtschaftlichen und währungstechnischen Auswirkungen des Brexit, lassen sich nicht sicher einzuschätzen. Während der Austrittsverhandlungen beeinflusst das Risiko eines Scheiterns die Konjunktur des Vereinigten Königreiches. Ohne Vereinbarung mit der EU stünde Großbritannien im Handel nur der Status eines Drittlandes zu, mit negativen Konsequenzen für Im- und Exporte. Zölle und konkurrierende Produktvorschriften erschweren den Handel und verteuern Aus- und Einfuhren.

Dabei erhält das Vereinigte Königreich 51 Prozent seiner Importe aus der EU. Gleichzeitig gehen 48 Prozent seiner Exporte in Staaten der EU (Stand 2016). Die Pfundschwäche erhöht bereits jetzt die Kosten von Importen und erhöht die Inflationsgefahr. Die Inflationsrate liegt über dem Ziel der britischen Notenbank. Durch die Erhöhung des Leitzinses haben die Währungshüter zwar die Möglichkeit, den Anstieg der Preise zu dämpfen und den Pfundkurs gegenüber dem Euro zu stärken. Im Gegenzug steigt jedoch das Risiko, dass höhere Zinsen die Konjunktur schwächen.

Wie sich das Britische Pfund im Vergleich zum Euro entwickelt, zeigt die Zukunft. Das Verhandlungsergebnis zwischen den Europäischen Staaten und Großbritannien ist entscheidend. Von ihm hängt ab, welche Auswirkungen der Brexit auf Wirtschaft, Konjunktur und Inflation sowie den Wert der ältesten Währung der Welt hat. Es besteht die Gefahr, dass sich der Kurs des Pfund gegenüber dem Euro weiter schwächt.

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